Absorberklassen & Schallabsorption

verständlich erklärt

Omit Darstellung Büro mit System25 Wandabsorbern und Baffeln als Raumtrennung

Was bedeutet der Schallabsorptionsgrad?

Der Schallabsorptionsgrad (α) beschreibt, wie viel Schallenergie von einem Material aufgenommen wird. Ein Wert von 0 bedeutet: der gesamte Schall wird reflektiert. Ein Wert von 1 bedeutet: der Schall wird vollständig absorbiert.


Absorberklassen nach DIN EN ISO 11654

Materialien zur Schallabsorption werden nach dem bewerteten Schallabsorptionsgrad αₙ klassifiziert. Dieser wird in genormten Messverfahren (Hallraumverfahren nach DIN EN ISO 354) ermittelt.
Die Klasseneinteilung erfolgt wie folgt:

- **Klasse A:** αₙ ≥ 0,90
- **Klasse B:** αₙ = 0,80 – 0,85
- **Klasse C:** αₙ = 0,60 – 0,75
- **Klasse D:** αₙ = 0,30 – 0,55
- **Klasse E:** αₙ = 0,15 – 0,25
- **Nicht klassifiziert:** αₙ < 0,15

Was bedeuten die Klassen in der Praxis?

Ein hoher Absorptionsgrad ist nicht automatisch besser – entscheidend ist, welche Frequenzen in welchem Raum absorbiert werden sollen. Ein ausgewogenes Raumakustikkonzept berücksichtigt verschiedene Materialien und Absorberklassen, passend zur Raumnutzung.
Beispiele:
- In Großraumbüros oder Callcentern ist Klasse A sinnvoll für Deckenabsorber.
- In Konferenzräumen können Klasse B und C für ein angenehmes Sprachklima sorgen.
- In Musikräumen werden gezielt unterschiedliche Klassen kombiniert.

Fazit

Die Wahl der richtigen Absorberklasse ist zentral für eine gute Akustikplanung. Sie sollte auf den Raum, die Nutzung und das Frequenzverhalten abgestimmt sein – und nicht nur auf einen möglichst hohen αₙ-Wert abzielen.

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